30 Jahre lang saß ich auf der anderen Seite vom Tisch.
Was ich dort gelernt habe, gehört nicht den Unternehmen. Es gehört dir: wie du deine Talente entdeckst, deine Stärken erkennst und beruflich klarer wirst.
Mein Motto in diesen dreißig Jahren: Talente entdecken, Kompetenzen entwickeln. Ausgeschrieben heißt das – erst herausfinden, was du wirklich gut kannst. Dann gezielt daran arbeiten, was dir noch fehlt.
Nicht damit du irgendeinen Job bekommst. Sondern damit das, was du den ganzen Tag machst, zu dem passt, was in dir steckt.
Talente entdecken: vier Ratschläge, die dich nicht weiterbringen
„Finde deine Leidenschaft."
Der schlechteste Rat, den man dir geben kann. Leidenschaft kommt nicht vor dem Können, sondern danach. Niemand brennt für etwas, worin er schlecht ist. Such also nicht zuerst, was dich begeistert. Such, was dir leichtfällt. Die Begeisterung kommt oft von allein hinterher.
„Mach einen Persönlichkeitstest, dann weißt du Bescheid."
So ein Test sagt dir, wie du tickst. Nicht, was du kannst. Das sind zwei verschiedene Dinge. Diese Verwechslung ist der Grund, warum viele nach dem Test genauso schlau sind wie vorher – nur mit einer Farbe oder vier Buchstaben in der Hand.
„Deine Stärken stehen doch in deinem Lebenslauf."
Im Lebenslauf steht, wo du warst. Nicht, was du dort besser gemacht hast als die anderen. Zwei Menschen mit dem gleichen Lebenslauf können völlig verschiedene Talente haben. Meistens ist es genau so.
„Du musst einfach selbstbewusster auftreten."
Selbstbewusstsein ohne Inhalt hält bis zur ersten Nachfrage. Wer weiß, was er kann, muss gar nicht auftreten. Der antwortet einfach.
Drei Fragen, die deine Talente sichtbar machen
1. Wobei fragen dich andere um Rat?
Nicht: Worin bist du gut? Sondern: Womit kommen Leute zu dir? Menschen fragen nicht zufällig. Sie fragen den, von dem sie eine brauchbare Antwort erwarten. Schreib die letzten fünf Male auf, bei denen dich jemand um Rat gefragt hat. Da steht dein Talent – in fremder Handschrift.
2. Was machst du in zwanzig Minuten, wofür andere zwei Stunden brauchen?
Genau das hältst du für selbstverständlich. Deshalb fällt es dir nicht auf. Dir kommt es ja nicht schwer vor. Frag jemanden, der dich arbeiten sieht – der merkt es sofort.
3. Was regt dich bei anderen am meisten auf?
Die unangenehmste Frage, aber die ergiebigste. Du ärgerst dich häufig über das, was du selbst mühelos kannst und andere nicht. Wer sich über schlampige Erklärungen aufregt, kann meistens gut erklären. Wer Chaos nicht aushält, kann meistens ordnen. Dein Ärger kann direkt auf ein Talent zeigen.
Nimm dir zwanzig Minuten und beantworte die drei Fragen. Schriftlich, nicht im Kopf. Im Kopf redest du dich raus, auf Papier nicht.
Die unbequeme zweite Hälfte
Zu wissen, was du kannst, ist die eine Hälfte. Zu wissen, was dir fehlt, ist die andere. Die wird gern übersprungen, weil sie sich schlechter anfühlt.
Und ehrlich gesagt: Sie ist auch die mühsamere. Wer ohnehin gut zuhört, wird mit etwas Übung richtig gut darin. Wer Zahlen nicht ausstehen kann, wird mit derselben Übung bestenfalls erträglich. Aus dreißig Jahren kann ich dir sagen: An Stärken zu arbeiten bringt schneller mehr. Deshalb gehört der größte Teil deiner Energie genau dorthin.
Liegenlassen darfst du deine Lücken trotzdem nicht. Nicht, weil du überall gut sein müsstest. Sondern weil eine einzige Lücke eine ganze Stärke ausbremsen kann. Der beste Techniker im Betrieb wird nicht Meister, wenn er nicht vor Leuten reden kann. Das hat nichts mit fehlendem Talent zu tun – das sind zehn Stunden Übung, die niemand macht, weil sie unangenehm sind.
Die Faustregel aus dreißig Jahren: An deinen Stärken arbeitest du, um weiterzukommen. An deinen Lücken arbeitest du nur so weit, dass sie dich nicht mehr aufhalten. Und keinen Schritt weiter.
Aus einer Schwäche eine Stärke zu machen ist ein Werbeversprechen. Es reicht völlig, wenn sie aufhört, im Weg zu stehen.
Deshalb gehören beide Hälften zusammen. Talente entdecken zeigt dir, wo du anfängst. Kompetenzen entwickeln zeigt dir, wie weit du kommst.
Der Karriere-Kompass: wenn du weiter willst als drei Fragen
Die drei Fragen zeigen dir, wo du stehst. Die nächste Frage lautet: wohin?
Dafür habe ich in dreißig Jahren ein Verfahren entwickelt, das ich Karriere-Kompass nenne. Fünf Schritte: ausräumen, sammeln, sortieren, aussieben, aufschreiben.
Am Ende steht ein Satz, den du jemandem sagen kannst, ohne zu stottern:
Das kann ich. Das ist mir wichtig. Und das will ich daraus machen.
Schluss mit dem Grübeln
Das Arbeitsbuch zum Karriere-Kompass: „Schluss mit dem Grübeln" – Wie du dein Berufsziel findest, ohne Persönlichkeitstest, ohne Berufeliste, ohne Jahre der Selbstfindung.
Eine Stunde mit einem Stift, kein Lesestoff zum Zurücklehnen. Du arbeitest. Am Ende steht ein Satz auf einem Blatt – kein diffuses Gefühl mehr, dass sich irgendetwas ändern müsste.
Was du dabei nicht bekommst: eine Liste passender Berufe, einen Persönlichkeitstest mit vier Buchstaben, oder das Versprechen, dass danach alles gut wird. Du baust dir stattdessen einen eigenen Maßstab. Der hält länger als jede Liste, weil er aus deinen eigenen Erfahrungen kommt.
Auf der Produktseite gibt es eine Leseprobe.
Noch unentschlossen? 10 Minuten gegen das Grübeln
Den ersten Schritt bekommst du kostenlos: der komplette Karriere-Kompass auf einer Seite, dazu die erste Werkstattseite zum Ausdrucken und Vollkritzeln. Vier Seiten, zehn Minuten, ein Stift. Kostenlos, ohne Bedingungen.
Der Knopf führt zur Produktseite bei Tentary. Dort lädst du die vier Seiten herunter.
Warum ausgerechnet ich?
Ich bin Christoph Bach. Über dreißig Jahre lang war es mein Beruf, einzuschätzen, was Menschen können – und sie darin weiterzubringen.
Ich habe dabei gesehen, wie oft die andere Seite danebenliegt. Und noch häufiger, wie jemand unter seinen Möglichkeiten bleibt, weil ihm nie jemand gesagt hat, wo sie liegen.
Im Fachjargon heißt das Eignungsdiagnostik und Kompetenzentwicklung. Für mich heißt es schlicht: Dieses Wissen gehört denen, um die es geht. Deshalb steht es hier und nicht in einem Seminarraum.
Ob du studierst, in der Halle stehst, im Büro sitzt, Schicht arbeitest oder zu Hause die Familie zusammenhältst: Die Fragen da oben funktionieren überall gleich.